MSG stark vertreten: Burma Studies Conference 2016 an der Northern Illinois University, USA

Burma Studies Conference 2016 Group PicDieses Jahr hat das International Center for Burma Studies, an der Northern Illinois University in DeKalb, nahe Chicago, sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Wahrscheinlich auch deshalb wurde die alle zwei Jahre stattfindende Burma Studies Conference dieses Jahr in besonders großem Rahmen ausgetragen. Die Myanmar Study Group war mit 7 Vortragenden verschiedenster Richtungen vor Ort.

Die Konferenz, die alle zwei Jahre an einem anderen Ort stattfindet und alle vier Jahre in die USA zurückgekehrt, führt seit ihrem Bestehen Wissenschaftler*Innen unterschiedlicher Disziplinen und Karrierestufen zusammen, die zu Myanmar forschen. Nicht zuletzt wegen der Wandlungsprozesse die seit einigen Jahren (relativ plötzlich) in Myanmar eingeläutet wurden, hatte die Konferenz in diesem Jahr die höchste Teilnehmerzahl (etwa 300) überhaupt. Das übergeordnete Thema der Konferenz war „Traditions and Challenges“, womit auf die Transformation im Land verwiesen werden sollte. Die Organisatoren Catherine Raymond und Jane Ferguson zeigten sich begeistert vom steigenden Interesse am internationalen Austausch. Rund 140 Sprecher in 33 Panels deckten viele Bereiche der heutigen Myanmarforschung (im Englischen oft als „Burma Studies“ bezeichnet) ab. Es fanden u.a. Vorträge zu Themen aus Linguistik, Geschichte, Religion, Anthropologie, Politik und Wirtschaft statt. Besonders gut besucht waren Vorträge, welche die Auswirkungen der Wahlen 2015 aus verschiedenen Disziplinen heraus betrachtet haben. Während viele zeitgenössische Forschungsthemen hinzukamen, waren aber auch historische Themen sehr präsent. Interessanterweise haben sich jüngere Forscher*Innen bevorzugt mit aktuellen Themen, speziell zum Wandel des Landes, befasst und die Auswirkungen der Reformen auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft untersucht. Informationen zu den Vorträgen, sowie Abstracts können auf der Konferenz-Website gefunden werden: http://www.burmaconference2016.com/abstracts1.html

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Unter anderem waren folgende Mitglieder der Myanmar Study Group mit diesen Themen vor Ort vertreten:

  • Andy Buschmann: “Meaningful Liberalization or Liberalized Autocracy? An Empirical View on Civil Liberties in Myanmar’s Transition”
  • Jella Fink: “Threads running through a Nation – Negotiations of Past and Present in Contemporary Textile Craftsmanship”
  • Madlen Krüger: “Perceptions of the Religious Other through the Lenses of Interreligious Dialogue Groups in Yangon”
  • Georg Noack: “Natshinnaung: Romantic Master Poet, tragic King – and Traitor?”
  • Friedlind Riedel: “Human Nonhumans. Nats and their Medial Figurations.Georg Winterberger: „Looking for Innovation in Livelihood. A Case Study in Mawlamyine”
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Die Konferenz wurde von einer Kunstaustellung mit Werken aus Myanmar begleitet. U.a. stammen die Stücke von Ian Holliday’s „Thukuma Gallery“