01. April, 18.00 Uhr – die Chin-Berge kommen nach Berlin

Die Myanmar Study Group lädt ein zur Buchvorstellung

                                                                                                                                                                            “Myanmars abgeschiedenes Land – eine Erzählung aus den Chin-Bergen” von Joel Ling

Buchcover

 

am Montag, dem 1. April 2019, um 18 Uhr

Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin, Invalidenstr. 118, Raum 117 (1. Stock).

 

 

Im Mittelpunkt des Buches steht eine Erzählung, die auf Lai – einer der Chin-Sprachen – Ram King und in der englischen Übersetzung The Lonely Land heißt. Der Autor des 2003 zu ersten Mal in Myanmar veröffentlichten Textes beschreibt darin die Entwicklung eines Dorfes in den Chin-Bergen von 1960 bis ins Jahr 2002 an Hand der Lebensgeschichte einiger Dorfbewohner. Die deutsche Übersetzung gibt einen Einblick in die traditionelle Kultur der Chin sowie in die dramatischen Veränderungen, die sich dort in den letzten Jahrzehnten vollzogen haben.

Der 1975 in einem westlich von Hakha, der Hauptstadt des Chin-Staates, gelegenen Dorf geborene Autor ist Journalist. Er kam 1995 zum Studium nach Yangon und besuchte seine Heimat erst sieben Jahre später wieder. Die Erfahrungen dieser Rückkehr gaben den Anlass für die Entstehung der Erzählung.

Sie wurde von Gerhard Köberlin ins Deutsche übersetzt und zusammen mit einer ethnographischen Einleitung und der Biographie eines baptistischen Chin-Pfarrers von ihm herausgegeben.

Das Buch enthält zahlreiche Fotos aus den Chin-Bergen und ist damit die erste neuere deutschsprachige Publikation über den ebenso  schwer zugänglichen wie faszinierenden Unionsstaat Myanmars an der Grenze zu Indien.

Der Autor wird am 1. April anwesend sein und Fragen – nicht nur zu dem Buch – beantworten. Der Abend beginnt mit einer Einführung von Hans-Bernd Zöllner zur Entstehungsgeschichte des Buches.